Beispiele aus der aktuellen Projektförderung

Erhaltung von Bodendenkmalen bei Stade

Hansestadt Stade
Das geförderte Projekt umfasst die Erkundung und Sicherung mehrerer Bodendenkmale im Stader Raum. Neben einer Wallanlage, einem mutmaßlichen Bestattungsplatz und einem Bohlenweg stellt vor allem eine Burganlage (die sog. Schwedenschanze) ein äußerst bedeutsames Zeugnis dar, das in das 7. Jahrhundert datiert wird. Die Anlage beweist, dass der norddeutsche Raum auch im sog. Dunklen Zeitalter (frühmittelalterliche Periode mit nur unzureichender Quellenlage) bevölkert war und eine dauerhafte und intensive Nutzung aufwies. Die Anlage gilt damit als die älteste frühmittelalterliche Burg zwischen Rhein und Elbe. Die Grabungen haben die Bedeutung der Burg als Wohn- und Wirtschaftsort sowie ihre vielseitigen Handelsverflechtungen deutlich gemacht. Die Untersuchungen hatten zeitnah zu erfolgen, da der allmählich sinkende Grundwasserstand die Substanz der Funde zu gefährden drohte.
Die Grabungen und Untersuchungen an der Schwinge stellten eine besondere Herausforderung dar, weil die Interessen und Fachdisziplinen der Archäologie, des Naturschutzes und der Landwirtschaft zu berücksichtigen waren. Dieser Austausch ist wichtig, da im Rahmen der Europäischen Wasserrahmenrichtlinie die Renaturierung und die Durchlässigkeit aller Flüsse angestrebt sind, was die dort vorhandenen denkmalgeschützten Wasserbauwerke sowie Bodendenkmale bedrohen kann.
(www.stadt-stade.info/politik_und_stadt_Schwedenschanze)

Sanierung der Mühlenanlage „Oberer Eisenhammer“ in Exten, LK Schaumburg

Verein für Heimatpflege und Kultur Exten e.V.
Die als Oberer Eisenhammer bezeichnete Wassermühle in Exten ist 1745 in Fachwerkbauweise errichtet worden. Damit ist sie die erste Hammerschmiede des Ortes und markiert den dortigen Beginn der gewerblich-industriellen Produktion. Daraus leitet sich die kulturhistorisch große Bedeutung für die Region ab. Da die Anlage und die Schmiedegeräte im Original erhalten sind und in Folge der Sanierung wieder in einen betriebsfähigen Zustand versetzt werden, stellt die Mühle eine besondere Möglichkeit dar, die historische Nutzung der Wasserkraft als eine Form der regenerativen Energienutzung kennenzulernen.
(www.heimatverein-exten.de/content/view/45/73/

Erhalt einer Windmühle in Sengwarden gemeinsam mit Ehrenamtlichen vor Ort

Die Mitte des 19. Jahrhunderts errichtete Windmühle in Sengwarden (bei Wilhelmshaven) weist mit ihrer Segeltuchbespannung eine Besonderheit auf und stellt ein prägendes Element im Ortsbild dar. Nach ihrer Unterschutzstellung im Jahr 1986 engagierte sich der Eigentümer gemeinsam mit der öffentlichen Hand und niedersächsischen Stiftungen intensiv, die stillgelegte Mühle in ihren ursprünglichen Zustand zurückzubauen und umfassend zu restaurieren. Mit Unterstützung des örtlichen Heimatvereins konnte die Mühle für Führungen, Veranstaltungen und zum Zweck der Öffentlichkeitsarbeit genutzt und damit dem Denkmal wieder einen Zweck gegeben werden. Auf Grund der fortlaufenden Erhaltungsarbeiten und -investitionen ist es bis heute möglich, den Besuchern funktionstüchtige ursprüngliche Mahl- und (Graupen-)Peldegänge zu präsentieren. Den Interessierten wird die Verwendung der natürlichen Ressource Windkraft zum Zweck der Weiterverarbeitung landwirtschaftlicher Erzeugnisse deutlich gemacht. Auch dienen diese selten gewordenen Anschauungsobjekte der Fortbildung von freiwilligen Müllern und zur Ausbildung in der Graupenherstellung.
Trotz der vielen bereits geleisteten Restaurationen wies die Mühle an ihrem Äußeren aktuelle Mängel auf, die sich sowohl baulich, als auch auf den touristischen und ausbildenden Betrieb negativ auswirkten. Eine Wiederherstellung war nicht allein unter Einsatz ehrenamtlich Engagierter möglich, so dass sich die Stiftung neben weiteren Drittmittelgebern beteiligte.

Weitere Infos unter: http://www.muehlen-dgm-ev.de/pages/Detailed/523.php

Witterungsschutz für ein Stück Erinnerung an die Berliner Luftbrücke

Die weitreichende Bedeutung der Luftbrücke für Berlin wird an der Erinnerungsstätte „Luftbrücke Berlin“ in Faßberg (LK Celle) aufgezeigt. Vom Fliegerhorst Faßberg aus versorgte die alliierten Luftwaffe in den Jahren 1948 und 1949 das blockierte Berlin. Auf dem Ausstellungsgelände findet man u.a. das Exemplar eines damals typischen „Rosinenbombers“,Bild.JPG der einen eindrucksvollen Rückblick in die Geschichte dieser historischen Hilfsaktion bietet. Das ausgestellte Flugzeug ist den Witterungseinflüssen ganzjährig ausgesetzt, wodurch sich Schäden am Rumpf, dem Interieur und den Fluggeräten einstellen konnten. Die Gefahr des Verlustes dieses Erinnerungsstückes konnte durch den Bau eines Daches abgewendet werden. Die Organisation hierzu erledigte der lokale Förderverein, der ebenfalls im Erhalt und der Restaurierung des Flugobjektes aktiv ist. Interessierten Besuchern bietet der Förderverein Führungen und Erläuterungen an, welche durch auf dem Gelände befindliche Informationstafeln und Ausstellungsgebäude ergänzt werden.

Weitere Infos unter: http://www.luftbrueckenmuseum.de/