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Niedersachsen blüht auf!

Blühende Landschaften erfreuen nicht nur den Menschen, sondern sind lebenswichtig für eine Vielzahl von heimischen Insekten. Dieses Bild ist heutzutage jedoch kaum noch vorhanden. Stattdessen dominieren vielerorts akkurat geschnittene Rasenflächen, kahle Schottergärten und monotone Agrarlandschaften.

Die Anlage von artenreichen Wildblumenwiesen ist gerade heute, in Zeiten des dramatischen Insektensterbens, ein notwendiger Beitrag zum Erhalt der Artenvielfalt. Jeder kann einen Teil dazu beitragen - Und dies beginnt am besten direkt vor der eigenen Haustür!

Im Rahmen der Aktion „Niedersachsen blüht auf!“ verteilte die Niedersächsische Bingo-Umweltstiftung daher zusammen mit LOTTO Niedersachsen Saatguttütchen an alle Bingo-Spieler, damit sie in ihrem Garten oder Balkon kleine blühende Oasen für Hummel, Schmetterling und Co. schaffen können. Bringen Sie mit Ihrem Saatguttütchen die Landschaft wieder zum Blühen! 

Während ihrer einwöchigen Jubiläumsrundreise durch Niedersachsen haben Karsten Behr und Michael Thürnau, Moderator der Bingo-Sendung, außerdem an den jeweiligen Standorten den Zeitungsredaktionen Saatguttütchen zur Verfügung gestellt, die sich Bürger dort abholen können. Weitere Informationen zu unserer Jubiläumstour finden Sie hier.

(Foto: Astrid Andrzejewski)

Bei der Anlage von artenreichen Wildblumenwiesen sollten jedoch einige Punkte beachtet werden, um ein erfolgreiches Ergebnis für Mensch und Umwelt zu erzielen.

  1. Zunächst einmal muss daher geklärt werden, was auf der Fläche geschaffen werden soll und welche Bedingungen dafür notwendig sind. Hierzu sollte analysiert werden, welche Boden- und Wasserverhältnisse vorliegen und wie die Fläche bisher genutzt wurde. Bevorzugen Sie bei der Auswahl der Fläche vorwiegend süd- und westexponierte Standorte. Da Wildblumen nährstoffarme Standorte bevorzugen, ist eine Abmagerung durch die Untermischung von Sand zu empfehlen. Zudem sollte die Fläche ausreichend groß genug sein und eine Mindestgröße von sechs Metern Breite nicht unterschreiten. Der beste Saatzeitpunkt für einjährige Mischungen beginnt im April. Mehrjährige Mischungen sollten von April bis Mai oder im September ausgebracht werden.
  2. Achten Sie bei dem Kauf von Saatgut darauf, dass es regional zertifiziert ist, denn nur dieses Saatgut enthält eine spezielle Artenzusammensetzung, die auf die hiesige Pflanzen- und Tierwelt abgestimmt ist. In der freien Landschaft darf ab 2020 ausschließlich regional zertifiziertes Saatgut ausgebracht werden. 
  3. Um die Fläche optimal für die nachfolgende Aussaat vorzubereiten, ist eine sachgerechte Bodenbearbeitung, wie ein mehrmaliges Umbrechen, Pflügen oder auch Fräsen notwendig, damit der Boden gut gelockert ist. Entfernen Sie vorhandene Grasnarben und andere Pflanzenteile. Da Wildblumen nährstoffarme Standorte bevorzugen, ist eine Abmagerung durch die Untermischung von Sand zu empfehlen.
  4. Achten Sie bei der Aussaat auf eine geringe Aussaatdichte, damit auch offene Bereiche entstehen und eine spontan aufkommende Vegetation ermöglicht wird. Drücken Sie das Saatgut mit einer Schaufel, einer Walze oder Brettern unter den Schuhen, an. Versorgen Sie die Blühfläche in den nächsten Wochen mit genügend Wasser, um ein Aufkeimen des Saatgutes zu garantieren.
  5. Auch die richtige und regelmäßige Pflege des Blühstreifen ist nicht zu vernachlässigen. Daher sollten 10 - 20 Prozent der Blühfläche stehen bleiben und die restliche Fläche ein oder zwei Mal im Jahr (Juli – September) gemäht werden. Hierfür eignet sich am besten das Mähen per Hand mit einer Sense oder einem Balkenmäher, damit nicht zu tief gemäht wird. Lassen Sie das Mahdgut einige Tage liegen und tragen Sie es im Anschluss von der Fläche ab.